Einen rabenschwarzen Tag erwischt

Das Leistungs-Auf und Ab unserer Ersten scheint das Markenzeichen dieser Saison zu  sein: Nach dem guten Spiel der Vorwoche beim Tabellenvierten in Müllrose mit dem hochverdienten Punktgewinn in letzter Minute erwischten unsere Männer gestern „einen rabenschwarzen Tag“, womit Trainer Thomas Meyer das Spiel treffend kommentierte. Es lief einfach nichts zusammen, und die 0:2-Heimpleite gegen den SV Grün-Weiß Union Bestensee war „redlich verdient“. Damit ist nun auch die einst legendäre Heimstärke des SVW ziemlich angeschlagen.

Unsere Männer fanden 90 Minuten lang nicht in die Partie, wobei sie sich durchaus mühten, doch Harmonie und Spielideen fehlten, das Mittelfeld gab es nicht, die Abwehr zeigte immer wieder Schwächen, und Kalle stand im Angriff auf verlorenem Posten. Eröffnete sich doch mal eine Torchance, wurde sie leider kläglich vergeben.

Ganz anders die Gäste: Sie wirkten von Beginn an frischer und übernahmen das Zepter. Sie glänzten zwar auch nicht mit reihenweise schönen Spielzügen, doch sie erkämpften sich immer wieder die Bälle, schalteten schnell um, waren mit ihren flinken Spitzen stets gefährlich – und nutzten ihre Chancen. Beide Treffer fielen nach groben Schnitzern der SVW-Abwehr: Ballverlust am Mittelkreis – der Gegner reagiert schnell und benötigt nur wenige Züge, um Woltersdorf geschickt auszukontern und vor allem – das Tor zu treffen. Fußball kann so einfach sein…

Klar ist es schwer zur Zeit in Woltersdorf, mit dem durch viele Verletzungen und Krankheiten arg gebeutelten Kader ein funktionierendes Team aufzustellen. Jede Woche muss ein anderes Loch gestopft werden, und gestern waren nach dem „Kartenfestival“ in Müllrose gleich drei Stammspieler zur Zwangspause verdammt. Und doch sollte dadurch nicht gleich das komplette eigene Spiel auf der Strecke bleiben. Aber es gibt halt solch rabenschwarze Tage.

Also, Männer: Kampfkraft und Teamgeist sind eure Stärke, zudem habt ihr auch das spielerische Potenzial, in der Landesklasse gut mithalten zu können – aufstehen, abputzen und weiter geht’s! Nächste Woche nach Beeskow zum Tabellenfünften…

Aufstellung SVW: Siewert – Scheibner, Magin, Döring, Lunau (80. Buley) – Dreher (46. Westphal), Schrottge, Kussatz, Kästner, Mähl – Viktor

Tore: 0:1 Lukas Seibt (38.), 0:2 Gustav Lemke (67.)

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