Gut gespielt – und wieder keine Punkte

Erneut steht unsere Erste mit leeren Händen da, konnte sich für ein gutes Spiel und Kampfgeist bis zum Schluss nicht belohnen und eine 2:0-Führung nicht verteidigen. Am 9. Spieltag der Landesklasse Ost verlor sie beim ungeschlagenen Tabellendritten, dem FC Union Frankfurt, am Ende mit 2:3. So bleibt die Rote Laterne weiterhin in Woltersdorf.

Die Partie in Frankfurt begannen beide Teams sehr konzentriert. Die Gastgeber entwickelten schnell Druck aufs Woltersdorfer Tor, doch die Abwehr stand sicher. So wurden unsere Männer mutiger und versuchten, mit schnellem Spiel über die Außen den Gegner zu überraschen.

Nach 11 Minuten konnte dann Steven Viktor den Ball im Mittelfeld abfangen, setzte sich über 30 m allein durch, behielt die Nerven und vollendete zum 0:1. Mit dieser Führung im Rücken spielte der SVW frisch auf und zeigte tollen Angriffsfußball – Fabian Kussatz, diesmal als hängende Spitze, schickte immer wieder die unermüdlichen Florian Post und Dennis Bortlik nach vorn.
Nach einer guten halben Stunde dann gar das 2:0: Der diesmal auf der Sechserposition spielende Christian Krüger zirkelte den Ball passgenau in die Spitze auf den schnellen „Kalle“ Viktor, der erneut sicher vollstreckte.

Kurz vorm Pausenpfiff nahm dann die Dramatik ihren Lauf: Viktor stürmt erneut allein auf den Union-Keeper zu, der dem Angreifer bis zur Strafraumgrenze entgegenrennt. Viktor spielt den Ball um den Torwart herum und hatte das 3:0 auf dem Fuß, doch beider Zusammenprall konnte er nicht verhindern. Der sonst gut agierende Schiedsrichter lag diesmal falsch und entschied auf Offensivfoul – die vielleicht spielentscheidende Szene, denn faktisch im Gegenzug erzielte Patrick Dorenburg den Anschlusstreffer (45.).

Trotz dieses Rückschlags kamen unsere Männer erhobenen Hauptes aus der Kabine und hielten dem erneuten Anfangsdruck der Frankfurter stand. Hilliger, Viktor und Kussatz hatten es in der Hand, den alten Abstand wieder herzustellen, brachten aber den Ball nicht im gegnerischen Tor unter. Die Gastgeber agierten effektiver und nutzten ihre Chancen. Patrick Dorenburg rettete mit seinem Dreierpack den Frankfurter Erfolg. Steven Viktor hatte zwar in der Schlussminute noch den Ausgleich für den SVW auf dem Fuß, doch es sollte nicht sein.

„Diesmal bin ich wirklich traurig – wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt“, sagte SVW-Trainer Karsten Schwabe nach dem Spiel. „Ich kann meinen Männern keinen Vorwurf machen, sie haben gut gespielt und gekämpft bis zum Schluss. Doch wenn man am Tabellenende steht, dann klebt oft auch noch das Pech am Stiefel. Einfach schade!“ Seinen Optimismus, die Klasse halten zu können, lässt er sich dennoch nicht nehmen. „Wir sehen ja, dass wir auch bei Spitzenmannschaften mithalten können. Das sollte uns Mut geben für die nächsten Spiele.“

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