Playoff-Aus für Herren II

Zwei Wochen nach dem Saisonende für die Herren I musste sich nun auch die Herren II in die Saisonpause verabschieden. Zur Finalrunde der Bezirksliga Herren West kämpften die Teams aus Woltersdorf, Ludwigsfelde und Falkensee ums Weiterkommen – nur die zwei besten Mannschaften sollten den Einzug ins Final Four der Bezirksliga schaffen. So kam es an einem sonnigen Sonntag zur größten Auswährtsfahrt in der Geschichte des Woltersdorfer Basketballs: neben den 9 spielenden Warriors hatten auch rund 15 Fans (im Kern die Herren I) den Weg nach Brieselang gefunden und unterstützten ihr Team lautstark mit Trommeln und Tröten sowie visuell mit den brandneuen SVW Fanschals:

Fans

Gleich zu Beginn der Finalrunde stand das eigentlich entscheidende Spiel des Tages an: Zwischen dem Gastgeber aus Falkensee und den Warriors sollte sich entscheiden, wer vermutlich gemeinsam mit Ludwigsfelde in die Runde der letzten vier einziehen würde. Entsprechend gaben beide Mannschaften von der ersten Minute an Vollgas, wobei die Warriors mit einer knüppelharten Defense und Tempobasketball den deutlich besseren Start erwischten. Ralf Scheibe startete mit einem Dreier und einem 16:6 Lauf, den Ron Sterna ebenfalls mit einem Dreier unterstützte:

RonsTrey

So gelang den Warriors ein Auftakt nach Maß: nach 10 Minuten konnten wir mit 22:12 einen soliden Vorsprung verbuchen. Das zweite Viertel sollte in die genau entgegen gesetzte Richtung laufen: während wir offensiv unseren Rhythmus komplett verloren, fanden die Falkenseer ins Spiel und starteten ihrerseits einen Lauf. Das Viertel verloren wir eindeutig mit 8:19, so dass zur Halbzeit die Karten neu gemischt wurden.

Entsprechend umkämpft gestaltete sich das dritte Viertel. Falkensee erhielt zwischendurch Unterstützung vom eigenen Kampfgericht, als ein klarer Zweier plötzlich als Dreier gewertet wurde, doch der aufmerksamen Woltersdorfer Bank war es zu verdanken, dass der Hauptschiedsrichter David Kiutra den Fehler rechtzeitig korrigieren konnte. In den folgenden Minuten zeigten die Warriors, warum sie diese Saison zu Recht oben mitgespielt und bisher jede Mannschaft aus der Bezirksliga West geschlagen hatten: insgesamt punkteten in diesem Viertel 6 verschiedene Warriors, eine geschlossene Teamleistung vorn wie hinten – das ist Woltersdorfer Basketball! Höhepunkt des Viertels, welches mit 13:8 an uns ging, war dieser Monsterblock von Johann Quassowski:

Block

Mit einem leichten Vorsprung gingen wir somit in den Schlussabschnitt und konnten uns berechtigt Hoffnung machen, aus dem Spiel als Sieger hervor zu gehen. Leider hatte Falkensee etwas dagegen und griff – wie schon so oft in dieser Saison – in die Trickkiste: durch Schauspielerei wurde schon beim kleinsten Kontakt ein Foul gezogen, während umgekehrt auch bei harten Kontaktsituationen gegen die Warriors der Pfiff ausblieb. Schade, dass die Schiedsrichter die Kontakte in den spielentscheidenden Minuten auf beiden Seiten so unterschiedlich bewerteten – so konnte Falkensee schon zu Beginn des Viertels einen Lauf hinlegen, von dem wir uns nicht mehr erholen sollten. Sicherlich kam in den letzten Minuten noch der Faktor “Kopf” ins Spiel – Spieler und Fans der Warriors dachten sich allesamt “nicht schon wieder”, als die Falkenseer Show Wirkung zeigte. So ging das Spiel letztlich 54:63 verloren – der starken Woltersdorfer Teamleistung stand dabei eine Zwei-Mann-Show der Falkenseer gegenüber: die Herren Schröter und Sperling erzielten 56 von 63 Punkten – die Vermutung liegt nahe, dass der Falkenseer Spruch “Gemeinsam sind wir stark!” ausschließlich den Beiden gewidmet ist. Die Foulstatistik sprach mit 15:28 Fouls für Falkensee eine deutliche Sprache, wobei wir von 14 zugesprochenen Freiwürfen nur 5 verwandelten, das sind 9 Punkte, die uns am Ende gefehlt haben. Die Scorer der Partie: Ron Sterna, Kevin Dreher (10), Johann Quassowski, Ralf Scheibe (8), André Pfundt, Carsten Haack (6), Thomas Brauer, Jan Schirm (2).

Mit der Quasi-Gewissheit, dass der Einzug in die Finalrunde jetzt nur noch mit einem hohen Siege gegen Ludwigsfelde machbar sein würde, stürzten wir uns direkt im Anschluss in die zweite Partie gegen die komplett angetretene Mannschaft aus Ludwigsfelde. Die ersten Punkte der Partie brachte André Pfundt mit einem Dreier auf das Scoreboard – danach kassierten wir einen 0:10 Lauf. Ludwigsfelde brachte einen Vorsprung von 8 Punkten aus dem ersten Viertel über das ausgeglichene zweite Viertel in die Halbzeit. Dabei machten sich bei den Warriors langsam die Blessuren und Verletzungen aus dem ersten Spiel bemerkbar: Thomas Brauer musste schon recht früh mit einem angeschwollenen Knie auf der Bank Platz nehmen und Ralf Scheibe sowie Carsten Haack folgten ihm kurz nach der Halbzeit mit einem geprellten Daumen bzw. Knieproblemen. Glücklicherweise konnten wir an diesem Tag auf eine etwas tiefere Bank als üblich zurück greifen: der frisch zu uns gestoßene Stefan Endler sah bei seinem Debüt im grünen Trikot sehr viel Spielzeit.

Trotz aller Widrigkeiten konnten wir das dritte Viertel mit 19:9 für uns entscheiden, erneut lag eine Überraschung in der Luft. Die letzten 10 Minuten eröffnete Ludwigsfelde mit einem 10:0 Lauf – die Antwort folgte prompt in Form eines 14:0 Laufes der Warriors. Erneut hielten uns Tempobasketball und eine konsequente Defense im Spiel. 2 Minuten vor Schluss waren wir bis auf 4 Punkte an den Ludwigsfeldern dran – auf einen Dreier von Ludwigsfelder antwortete André Pfundt mit einem Zweier und das sollte gleichzeitig der letzte Woltersdorfer Korb in der Saison gewesen sein. Ludwigsfelde spielte die Uhr gegen die sichtlich erschöpften und geplätteten Warriors clever herunter und gewann das Spiel mit 61:54. Die Scorer der Partie: Ron Sterna (16), Johann Quassowski, André Pfundt (12), Kevin Dreher (8), Carsten Haack, Ralf Scheibe, Jan Schirm (2).

Das dritte Spiel entwickelte sich dann unter den Augen der enttäuschten Warriors zu einer echten Farce: anstatt den sportlichen Wettkampf zu suchen, trat Falkensee mit nur 5 Mann an und ließ sich von Ludwigsfelde nach Strich und Faden vorführen. Dabei stand offenbar zur Diskussion, ob Falkensee überhaupt zu dem Spiel antritt – aus Angst vor Konsequenzen seitens der Spielleitung entschied man sich dann doch dafür. Eine ganz schwache Nummer, wie wir finden, aber das bestätigt den Gesamteindruck, den wir von Falkensee in dieser Saison gewinnen konnten. Mittlerweile setzte sich Ludwigsfelde im Final Four gegen die beiden Finalisten aus dem Osten durch und ist Meister geworden – dazu an dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch!

Trotz dieses vorzeitigen Saison-Aus können die Herren II auf eine absolut erfolgreiche Spielzeit zurückblicken. Denkt man nur kurz an einige Highlights der vergangenen 7 Monate zurück, kann man sich ein breites Grinsen nicht verkneifen – diese Highlights gilt es in der kommenden Woche bei einem gebührenden Saisonabschluss gemeinsam mit der Herren I noch einmal aufzuarbeiten bevor wir uns bis voraussichtlich Mitte Juni in die Saisonpause verabschieden.

Team

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