Lebenszeichen nach der Pause

Auch wenn unsere Erste erneut eine bittere Heimniederlage – 2:4(0:2) gegen die SG Wiesenau – einstecken musste, konnte sie diesmal erhobenen Hauptes den Platz verlassen. Was unsere Männer nach der Pause zeigten, erinnerte an bessere Zeiten und ließ alte Tugenden wie Kampfgeist und mannschaftliche Geschlossenheit erkennen.

Die Partie begann wie so oft: Der SVW hatte sich viel vorgenommen, verpennte jedoch den Spielbeginn. Mit einem schnellen Konter überraschten die Gäste unsere schlecht positionierte Abwehr und lagen nach vier Minuten mit 1:0 in Front. Erst jetzt begann auch Woltersdorf mit dem Fußballspiel. Der Ball lief gut, und und unsere Männer bestimmten das Geschehen. Doch vor dem gegnerischen Tor gab es kaum zwingende Aktionen – und wenn doch, war der Abschluss zu harmlos oder selbst beste Chancen wurden kläglich vergeben. Die Gäste aus Wiesenau agierten da weit effektiver: mit ihrem zweiten Angriffszug und erneut schlechtem Stellungsspiel der SVW-Abwehr erzielten sie ihre 2:0-Pausenführung (35.)

Nach dem Seitenwechsel musste Woltersdorf zu zehnt weiterspielen, weil der Schieri beim Gang in die Kabine, der mit vielen Diskussionen behaftet war, Nico Töpfer mit Rot (auch wenn er es kurioserweise nie zeigte) vom Platz schickte. Das war wohl der endgültige Weckruf für unsere Männer.
Mit viel Engegement und starkem Willen boten sie eine sehenswerte kämpferische Leistung – schluckten dennoch das dritte Gegentor. Doch die Mannschaft gab nicht auf, spielte guten Fußball und schaffte durch zwei schöne Treffer von Florian Post (66.) und Steven Schrottge (75.) den Anschluss. Das Publikum war begeistert und trieb die Männer immer wieder nach vorn. Dadurch öffneten sich natürlich Lücken für den Gegner, der ja einen Mann mehr auf dem Platz und einen wahren Goalgetter hatte: Martin Greiner schlug gnadenlos mit seiner nächsten Chance zu und erzielte seinen vierten Treffer in dieser Partie.

Von diesem erneuten Nackenschlag erholte sich Woltersdorf nicht mehr – die Partie war entschieden, auch wenn unsere Männer bis zum Abpfiff alles versuchten – doch Wiesenau hatte das Glück und zudem einen guten Keeper auf seiner Seite.

Trotz allem: An diese Leistung sollten unsere Männer in den nächsten Spielen anknüpfen – es war mehr als ein Lebenszeichen, zumal die Liste unserer verletzten Spieler schier unendlich scheint und die vielen Krücken am Spielfeldrand zum SVW-Markenzeichen mutieren… 🙂
Auf diesem Wege: Gute Besserung an alle Felix, Felix, Rocco, Henne, Thomas, Zülle, Schulle… (hoffentlich keinen vergessen)!

Und noch ein kleiner Lichtblick für unsere Mannschaft dank zwei neuer junger, engagierter Spieler: Nach einem Jahr SVW-Abstinenz durch ein freiweilliges soziales Jahr beim FV Erkner kehrte Falk Bester in seine Fußballheimat Woltersdorf zurück und gab – nun in der 1. Männermannschaft – ein sehenswertes Comeback. Er brachte zudem einen Kumpel mit, Jonas Fröhlich – auch er mit gutem Einstand in unserer Ersten.

Aufstellung SVW: Alex Hirt – Marco Zühlke (46. Thomas Döhring, 90. Martin Kokoscha), Ronny Reimer, Nico Töpfer, Robert Kokoscha – Florian Post, Steven Schrottge, Fabian Kussatz, Bastian Mähl, Falk Bester (75. Jonas Fröhlich) – Felix Westphal

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Martin Greiner (4., 35., 57.), 1:3 Florian Post (66.), 2:3 Steven Schrottge (75.), 2:4 Martin Greiner (78.)

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