Bittere Lehrstunde für unsere Erste

Mit einer solch derben Klatsche hatte wohl keiner gerechnet: Nach den Erfolgen gegen Spitzenteams wie Erkner II und Lindenberg sollte auch gegen Tabellenprimus Union Fürstenwalde III ein Achtungszeichen gesetzt werden. Doch am Ende des 22. Spieltages der Spreeliga standen für unsere Erste eine 1:5 (1:3)-Heimpleite und das Abhaken letzter, leiser Hoffnung auf Spitzenpositionen in der Liga.

Unsere Männer begannen druckvoll und spielerisch überlegen. Doch Union ließ schnell alle Träume platzen – mit der ersten Aktion Richtung SVW-Tor zappelte der Ball im Netz (4.), wobei die Woltersdorfer Abwehr maßgeblich Pate stand.
Doch die Platzherren schüttelten diesen Schock schnell ab und bestimmten weiter das Spiel, ließen jedoch selbst beste Torchancen ungenutzt. Erst kurz vor der Pause traf Kalle endlich zum verdienten Ausgleich nach einer Ecke (41.). Während alle noch jubelten, kam der nächste Schock: Die schnellen Unioner nutzten ihre Freiräume, die eine plötzlich unsortierte SVW-Abwehr bot: Mit einem Doppelschlag stellten sie ihre Führung wieder her und gingen mit 3:1 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Woltersdorf, spielerisch und kämpferisch alles nach vorn zu werfen, um nicht mit leeren Händen vom Platz zu gehen. Aber es blieb dabei: Der Gegner schoss die Tore und bot eine Lehrstunde wahrer Effektivität – er nutzte jede Chance zum Torerfolg. Nach Luckes zweitem Treffer zum 1:4 waren unsere Männer endgültig geschlagen, und der Aufstiegsaspirant aus Fürstenwalde agierte nun auch souveräner. Der SVW mühte sich zwar um Ergebniskosmetik, kassierte aber, wie im Hinspiel, ein fünftes Gegentor.

Am Ende freute sich Union-Trainer Mario Böhme über die Effizienz seiner Mannschaft: „Ich hatte auf der Fahrt nach Woltersdorf ein gutes Gefühl. Ich wusste, uns erwartet ein spielstarkes Team, aber ich habe vier schnelle Leute, die vom Gegner nur schwer gestellt werden können. Und sie haben jede Torchance genutzt.“
Sein Gegenüber Daniel Dloniak hingegen ärgerte sich vor allem über das Abwehrverhalten seiner Männer: „Die Niederlage ist bitter, weil wir das Spiel bestimmt haben. Aber miserable Defensive und katastrophale Chancenverwertung machten heute den krassen Unterschied.“

Aufstellung SVW: Hirt – Herrmann, Reimer, Schrottge, Kranz – Post (72. Otte), Kussatz, Kästner, Mähl – Westphal, Viktor
Tore: 0:1 Dennis Lucke (4.), 1:1 Steven Viktor (41.), 1:2 David Schäfer (43.), 1:3  George Krüger (45.), 1:4 Dennis Lucke (52.), 1:5 Martin Bukowski (77.)

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