Und dann begann die Glocke zu läuten

 Es war ein herrlicher Morgen, als die D1 am Sonntag den Kurztrip nach Erkner antrat. Ein wenig zu früh gestartet, hatten wir noch genug Zeit uns taktisch und moralisch auf das Derby einzustimmen, was auch nötig war, da mit Hannes Grabowski und Lino Winkelmann zwei Spieler der D2 den Ausfall von Max Boschan und Leon-Ole Verhülsdonk kompensieren sollten.

Dann ging´s los. Nach kurzer Aufwachphase der Hintermannschaft um den erneut souverän auftretenden Finn „Herrmann“ Werner entwickelte sich ein munteres Hin und Her zu unseren Gunsten. Folgerichtig führten wir in der 13. Spielminute bereits mit 3:0. Trotzdem wirkte das ganze spielerisch ein wenig verkrampft und zufällig. Das änderte sich allerdings kurz darauf. Hinten stabil, unter anderem durch Richard Hintze, der durch seine zur Vorwoche stark verbesserte Leistung dem gewohnt starken Max aus Erkner wenig Raum ließ und vorne immer flotter unterwegs, durften sich neben Colin Kirchberg und Noah Evert nun auch Lino Winkelmann und Nick Poppe in die Torschützenliste eintragen, ehe Noah mit seinem lupenreinen Hattrick auf 6:0 stellte. Nachdem 1:6 mittels eines sehenswerten Freistoßtreffers durch das einzige Mädchen im Spiel war dann eine gute erste Hälfte vorbei.

In der zweiten Halbzeit nahmen wir Änderungen in Abwehr und Angriff vor, die den Spielern Auftrieb und Selbstvertrauen geben sollten, jedoch genau das Gegenteil bewirkten. Wir konnten die Führung durch Nick zwar auf 7:1 ausbauen aber ließen Erkner durch immer größere Lücken in der Verteidigung mehr und mehr ins Spiel kommen. Einzig die sich so entwickelnden Torchancen wurden durch den Gastgeber vergeben oder durch Malte Maschke, unseren Torwart, entschärft. Kurz nachdem Erkner auf 2:7 gestellt hatte geschah es dann…

Ein Segen für alle, die sich Sonntag für Sonntag der Messe anschließen. Die Glocke der katholischen Gemeinde in Erkner begann, ihren eindringlichen Ruf nach der Kirchengemeinde in schwerem es´, g´ und b´ auf den Sportplatz herabsinken zu lassen. Geschlagene fünf Minuten kroch der Klang in Mark und Bein jedes einzelnen Spielers und ließ eben diese schwer werden.

Als die Glocke endlich verstummte, verschwand auch schnell der Schwermut. Das Team entwickelte noch einmal Ideen und so tauschten Colin und “Herrmann“ ihre Positionen wieder zurück, was sich in Angriff und Abwehr sofort positiv bemerkbar machte. Das Spiel war wieder ausgeglichener und Nick ließ sich die folgende Chance, ebenfalls einen Hattrick zu erzielen, nicht nehmen. Der erneute Anschlusstreffer zum 3:8 markierte dann den Endstand.

„Gott sei Dank!“- Gewonnen!

Für den SV1919Woltersdorf spielten Malte Maschke (TW), Lino Winkelmann (1), Finn „Herrmann“ Werner, Richard Hintze, Colin Kirchberg (1), Noah Evert (3), Nick Poppe (3), Yannic Sperling und Hannes Grabowski

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