Fördergelder gekürzt – SVW nun mit Sorgen

Die Woltersdorfer Gemeindevertretung hat auf ihrer jüngsten  Sitzung dem SV 1919 Woltersdorf für das kommende Jahr Fördergelder in Höhe von 50 000 Euro zugebilligt, rund 8000 Euro weniger, als beantragt und benötigt. Damit wird unser Verein im kommenden Jahr große finanzielle Sorgen haben.
Der Vorstand des SV 1919 Woltersdorf hat zum Streit um die Vergabe der Fördergelder für Vereine der Gemeinde Woltersdorf folgende Stellungsnahme abgegeben:

Alle Jahre wieder muss sich der SV  1919 Woltersdorf sorgen, ob der Trainings- und Spielbetrieb für inzwischen rund 750 aktive Sportler weiterhin gewährleistet werden kann. Grund ist das ständige Tauziehen mit der Gemeindevertretung um Fördergelder, damit der Verein die hohen Nutzungsgebühren für die gemeindeeigenen Sportstätten begleichen kann.
Dabei fragen sich die ausschließlich ehrenamtlich arbeitenden Vorstandsmitglieder, warum dieser Kampf seitens der Gemeinde immer wieder neu entfacht wird.

Vor Jahren gab es eine klare Vorgabe, worauf sich der SVW einzustellen habe: Die Förderung der Gemeinde wird von einst 100 auf langfristig 60 Prozent der Kosten reduziert. Darauf hat sich der Sportverein eingestellt und seine Beiträge für die Mitglieder in den vergangenen Jahren stetig erhöht, um diesen Forderungen gerecht zu werden. Im Vergleich zu umliegenden Gemeinden der Region sind das inzwischen die höchsten Beitragssätze weit und breit. Dabei sollte man auch sehen, dass der SVW kein kommerzielles Unternehmen, sondern ein gemeinnütziger Verein ist.

Doch von dieser früheren Vereinbarung wollen die neuen Gemeindevertreter nichts mehr wissen und stellen alljährlich die weitere Förderung in Frage – und der Verein muss wieder und wieder neue Anträge stellen und letztlich um seine Existenz bangen. Zudem ist die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit leider oft verzerrt: Dem Sportverein wird vorgeworfen, alle öffentlichen Gelder an sich zu reißen und anderen nützlichen Vereinen keine Chance zu lassen. Doch das ist eben nur die halbe Wahrheit.

Die Forderungen des Eigenbetriebes Sport- und Freizeitanalgen Woltersdorf für die Nutzung der Sportstätten beläuft sich für 2017 zum jetzigen Zeitpunkt auf 101.286 Euro. Geht man von einer 60-Prozent-Förderung aus, braucht der SVW 60.771 Euro Unterstützung. 40.514 Euro bringt er aus seinen Mitgliedsbeiträgen auf. Es fließt also nicht nur die gesamte „Förderung“ zurück an die Gemeinde, sondern zusätzlich ein erheblicher Eigenanteil der Sportler! Durch die Kürzung heißt das für 2017, dass unser Verein 51.286 Euro aus Mitgliedsbeiträgen finanzieren soll.

Unter Förderung könnte man ja auch anderes verstehen, beispielsweise, dass Sportgeräte oder Trikotsätze für den Spielbetrieb auf Kreis- und Landesebene gekauft, Beiträge an einschlägige Sportverbände bzw. Schiedsrichter bezahlt werden könnten… Doch all diese Ausgaben bestreitet der Verein ausschließlich aus eigener Tasche – zusätzlich zu den enormen Nutzungsgebühren.

SVW-Sportler sind keine Schmarotzer!

Im Gegenteil. Der SV Woltersdorf sorgt dafür, dass über 400 Kinder und Jugendliche eine sinnvolle Freizeitgestaltung genießen können. Rund 70 ehrenamtliche Trainer und Übungsleiter opfern dafür ihre Freizeit – und das unentgeltlich! Zudem ist der Verein auch bei Veranstaltungen der Gemeinde, wie z.B. dem Sommerfest mit eigenen Programmteilen sowie beim Herbst- und Frühjahrsputz aktiv und sorgt auch damit fürs Gemeinwohl der Bürger und ein lebens- und liebenswertes Woltersdorf.

Ein Gedanke zu „Fördergelder gekürzt – SVW nun mit Sorgen“

  1. Ich glaube gehört zuhaben, dass ein Berliner Verein die 60 Prozent Förderung bekommen hat.Kann mich aber irren!
    Vieleicht sollten wir nicht mehr Putzen gehen und uns nicht mehr abstrampeln für Vorführungsprogramme.

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