Sieg mit “Century Game” und erste Niederlage für Herren II

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verschabschiedet sich die Herren II aus der Hinrunde: lachend da beim Spieltag am vergangenen Sonntag der erste Sieg einer SVW Herrenmannschaft mit über 100 Punkten gelang (auch “Century Game” genannt) und weinend da im Anschluss die Serie von 5 Siegen in Folge riss. Mit einer Bilanz von 5:1 überwintern wir damit auf dem dritten Tabellenplatz und haben weiterhin beste Chancen auf die Finalrunde.

In der ersten Partie des Tages im heimischen “Warrior Dome” mussten die Herren II des SVW gegen den Vorletzten Oranienburger BV II ran. Eine durchaus lösbare Aufgabe da die Oranienburger aus den bisherigen fünf Spielen gerade einmal einen Sieg für sich verbuchen konnten. Dennoch war es wichtig auch in diese Partie mit einer gewissen inneren Einstellung zu gehen – genau das gelang uns von der ersten Minute an. Unserem Offensivfeuerwerk im ersten Viertel konnte lediglich der erst 15-Jährige Marcel Fischer mit drei Dreiern und einem Zweier einigermaßen Paroli bieten: nach 10 Minuten stand es bereits 26:13. An diese Tendenz konnten wir im zweiten Viertel anknüpfen – den vermeintlich besten Mann im weiß-roten Trikot, Ralf Schiener, nahm unser Guard Kevin Dreher komplett aus dem Spiel. Zur Halbzeit konnten wir ein 47:26 verbuchen, dennoch hätte zu diesem Zeitpunkt niemand gedacht, dass an diesem Tag die magische 100 noch fallen sollte. Nach einem ausgeglichenen dritten Viertel (24:22) gaben wir in den letzten 10 Minuten noch einmal Vollgas: wenige Sekunden vor Schluss gelang Kevin Dreher, dem Topscorer der Partie, ein ungefährdeter Korbleger zu den Punkten 100 und 101. Das war bisher noch keiner Herrenmannschaft beim SVW gelungen. Zum Endstand von 103:62 trugen einmal mehr alle Warriors im grünen Trikot bei, die Scorer der Partie: Kevin Dreher (25 Punkte), Ralf Scheibe (18), Ron Sterna (17), Thomas Brauer (15), Carsten Haack (14), André Pfundt (10), Johann Quassowski (4).

Das zweite Spiel gegen den direkten Konkurrenten um Platz 2 in der Tabelle, den SV Falkensee, gestaltete sich etwas schwieriger. Im ersten Viertel erwischten wir ähnlich wie gegen Glienicke einen ganz schlechten Start. Vorne schien so gut wie gar nichts zu fallen und hinten fanden die Sportfreunde aus dem Havelland immer wieder viel zu leicht den Weg zum Korb. Den offensiven Möglichkeiten, insbesondere derer von Steffen Schröter (13 Punkte im ersten Viertel), konnte unsere ansonsten so starke Defense nicht viel entgegen setzen. Nach den ersten 10 Minuten stand ein dicker 10:30 Rückstand auf der (an diesem Tag mal analogen) Anzeigetafel. Trotzdem kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken: ab dem zweiten Viertel gestalteten wir das Spiel wieder komplett offen, doch dem Rückstand von ca. 20 Punkten liefen wir quasi das gesamte Spiel über hinterher. Letztlich sorgten zwei Faktoren dafür, dass wir nicht mehr zurück in die Partie fanden. Zum Einen gelang es den Falkenseern mit vielen sonst unüblichen Kontakten und einigen Diskussionen in unsere Köpfe zu gelangen – dieser Umstand wurde leider durch das Schiedsrichtergespann unterstützt, welches weder in der Lage war ähnliche Kontaktsituationen auf beiden Seiten gleich zu bewerten (Foulbilanz 22:10 gegen uns) geschweige denn es zu schaffen die Diskutiererei und das Schinden von Fouls auf Seiten der Falkenseer in den Griff zu bekommen. Zum Anderen nahm Falkensee im dritten Viertel mit einem harten Foul unseren Warrior vom Dienst, Kevin Dreher, aus dem Spiel. Beim Zug zum Korb war ein Spieler aus Falkensee der Meinung, er müsse unsere Nummer 46 mit allen Mitteln stoppen und erwischte Kevin knapp über dem rechten Knie. Das Spiel und die kommende Woche waren damit gelaufen. An dieser Stelle sei vielleicht der kurze Hinweis angebracht, dass wir alle beim Spiel “for the love of the game” dabei sind und auf solche Aktionen herzlich verzichten können. Bezeichnend auch, dass es nach diesem klaren Foul in der Wurfbewegung nicht einmal Freiwürfe gab. Nach 40 Minuten lautete der Endstand 53:72, die erste Niederlage der Saison mit einem sehr faden Beigeschmack war perfekt. Dennoch sehen wir dem Rückspiel am 08.03. in Falkensee sehr gelassen entgegen, in dieses Spiel werden wir sicherlich mit einer etwas anderen Einstellung gehen. Die Scorer der Partie: André Pfundt (14), Carsten Haack (10), Ralf Scheibe (9), Johann Quassowski (8), Kevin Dreher, Ron Sterna (6).

Damit ist die Hinrunde für uns fast komplett, es fehlt noch ein Nachholspiel gegen den Tabellenführer aus Ludwigsfelde welches aber gemeinsam mit dem Rückspiel am 25.01. im heimischen Warrior Dome ausgetragen wird. Bis dahin bleibt uns aber der dritte Tabellenplatz, welcher die Teilnahme an der Finalrunde sichert, erhalten.

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