Rückstand, Führung und Remis

Das Spitzenspiel der Spreeklasse zwischen Verfolger SC Kossenblatt 99 und Tabellenführer SV Woltersdorf endete 2:2 (1:0). Durch das zweite Remis in Folge muss die Mannschaft allerdings den SV Tauche an sich vorbeiziehen lassen, der in Lindenberg als Sieger vom Platz ging, und auch Steinhöfel II ist nur noch einen Punkt im Rückstand.

Unsere zweite Mannschaft reiste zwar mit dünner Personaldecke nach Kossenblatt (u.a. fehlte SVW-Torjäger Steven Viktor), wollte aber dennoch die bislang einzige Saisonniederlage (0:1) aus dem Hinspiel vergessen lassen. Doch nach einer desolaten ersten Hälfte kam unsere Reserve erst im zweiten Durchgang in Schwung und entführte am Ende einen wichtigen Zähler. Durch das Remis bleibt das Team in der Rückrunde sowie auswärts weiter ungeschlagen und hält den SC Kossenblatt weiter auf Distanz.

Eigentlich konzentriert eingestellt und motiviert gingen wir in die Partie. Allerdings wurde bereits nach wenigen Minuten deutlich, dass hier so leicht nichts zu holen war. Die Gastgeber verstanden es, von Beginn an schnell und unkompliziert nach vorn zu spielen, und drängten uns immer wieder tief in die eigene Hälfte. Bedauerlicherweise konnten wir mit überlegten Kombinationen oder Dribblings nicht auftrumpfen, da wir uns entweder durch Fehler im Spielaufbau, Abspiel- oder Stockfehler das Leben schwer machten, oder der SC mit gesunder Härte dazwischen schlug. Wie so oft wurde unser Mittelfeld mit langen Bällen überwunden. Bei Ballbesitz agierten wir zudem zu langsam und gaben hart erkämpfte Bälle leichtfertig wieder her. Nach einem langen Einwurf und einer Kopfballverlängerung am 5-Meter-Raum landete der Ball im langen Eck unseres Tores – glücklich, aber verdient. Erst die letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit verstanden wir es, das Spiel offen zu gestalten. Unsere Torabschlüsse blieben trotzdem zu ungefährlich und einige Angriffe zu überhastet, so dass es mit dem Rückstand in die Kabine ging.

Nach „gegenseitigem Meinungsaustausch“ in der Halbzeit und einigen fassungslosen Blicken fanden wir nach Wiederanpfiff gut ins Spiel und drängten den SC frühzeitig in die eigene Hälfte zurück. Nach einstudierter Freistoßvariante aus dem rechten Halbfeld gelang uns der Ausgleich. Nach weiter Flanke von Dennis Viktor auf den zweiten Pfosten köpfte Mario Nieke, der in der ersten Hälfte kaum Bindung zum Spiel fand, zum verdienten 1:1 ein (51.). Fortan setzten wir energischer nach und attackierten bereits frühzeitig den ballführenden Gegner. Die Gastgeber wirkten jetzt hektisch und unkonzentriert. Wir wirkten wacher und agierten schneller, erspielten uns dadurch Tormöglichkeiten. Auch unsere Standards fielen deutlich gefährlicher aus, brachten aber noch nicht den gewünschten Erfolg. Nach Foul an Daniel Albert im Strafraum gab es Strafstoß, den wir durch Dennis Viktor sicher zur 2:1-Führung nutzen konnten (62.) – eine umstrittene aber nachvollziehbare Entscheidung des Unparteiischen. Anderer Meinung war allerdings der SC, der wütende Angriffe folgen ließ, aber nur noch einmal gefährlich vors Tor kam. Paul Franzke entschärfte die Situation durch schnelles Herauslaufen. SC-Standards blieben hingegen ungefährlich. Einen berechtigten Strafstoß ließen die Gastgeber jedoch nicht ungenutzt und kamen so zum verdienten 2:2-Ausgleich.

Fazit: Ein leistungsgerechtes, hart erarbeitetes Unentschieden, das uns den ersten Tabellenplatz kostete. Allerdings haben wir es weiterhin in der eigenen Hand, das Tabellenbild in unserem Sinne zu gestalten. Gegen Friedland am kommenden Wochenende darf man gespannt sein, ob die Souveränität der Hinrunde wieder Fuß fasst. Des weiteren sollte nicht vergessen werden, dass wir zum gleichen Zeitpunkt der Hinrunde einen Punkt weniger erspielt hatten. Ein kleiner Trost!

Auf diesem Wege wünscht die Mannschaft Frau Freye und der gesamten Trainer-Familie gute Besserung und eine schnelle Genesung.

Aufstellung: Franzke – Richter, Schulze, Siewert, Weischnors – D. Viktor, Nieke (SF), Albert, Sonnemann (70. Otte) – Gartenschläger, Post

Tore: 1:1 Nieke (51.), 2:1 D. Viktor (62./FE)

Bericht: Mario Nieke

4 Gedanken zu „Rückstand, Führung und Remis“

  1. Hallo Männer,

    zum einen erstmal vielen Dank für Eure lieben Genesungswünsche und sie haben ihre Wirkung auch nicht verfehlt. Meine Frau ist auf dem Wege der guten Besserung, auch wenn der Schreck über das Passierte, der ganzen Familie noch in den Gliedern steckt.

    Zum Spiel, auch wenn nicht gewonnen und den ersten Platz in einer Momentaufnahme abgegeben. Wir haben alles weiter selber in der Hand und werden in den nächsten Wochen Platz 1 wieder zurück erspielen und nicht nur erkämpfen. Ihr seit als Team auf dem Platz in der Spreeklasse nicht bezwingbar, ihr könnt vernünftig miteinander ein Spiel bestimmen, das es erst gar keiner lauten Worte bräuchte, aber manchmal braucht es halt ein Wachruf ohne Diskussion auf dem Platz. Werde auch verstärkter versuchen positiv von Außen mit einzuwirken. Wir werden gemeinsam dieses Hinbekommen, das jeder seine Stärken im Sinne der Mannschaft einbringen kann und wir so den Erfolg für uns verbuchen können.
    Ich glaube an Euch und wir werden die Meisterschaft einfahren.

    Euer Trainer Marcus und noch einmal vielen Dank

  2. Hey Sportfreunde,

    Spiel abhaken und auf Samstag vorbereiten. Köpfe hoch, wir haben ja schließlich noch alles in der eigenen Hand.

    Thema Leitwolf!
    Schön, dass dies mal angesprochen wurde. Warum
    Auch als Kapitän oder eben Libero muss nicht gebrüllt werden. In entsprechenden Situationen tue ich dies allerdings durchaus sehr gerne. Und das genügt auch! Schließlich sind wir ja keine Schülermannschaft mehr. Auf- und Umstellungen, Spielzüge, Standards oder Anweisungen werden entweder vor dem Spiel oder in der entsprechenden Spielsituation angesprochen.

    Während des Spiels haben nur alle Fussball zu spielen und die Klappe zu halten, dann versteht man auch das „normale Wort“. Nur das Problem meiner Meinung nach ist, dass ständig gelabert und gemeckert wird. Nahezu jede Schiedsrichterentscheidung muss kommentiert werden. Ich bin während des Spiels mehr damit beschäftigt für Ruhe zu sorgen und den Schiedsrichter zu besänftigen, als taktische Anweisungen zu geben. Wenn jeder für sich selbst 100% bringt, sich voll „reinkniet“ und dazu noch bereit ist, Fehler seines Mitspielers auszubügeln, dann dürfte er eigentlich mit Fussball spielen genug beschäftigt sein und keine Kraft mehr fürs Meckern haben. Und bei temporären Mißerfolgen (siehe 1.Halbzeit) erziehen wir uns schon selbst. Außerdem weiß jeder selbst, wann er sich an die eigene Nase zu fassen hat und braucht nicht noch obendrein die Mißgunst seiner „Sportskameraden“.

    Deshalb MOTIVIEREN und ANFEUERN, oder besser: einfach die Fehler des Mitspielers ausbügeln und helfen.

    In diesem Sinne: RUHIGER werden, Männer.

    Gruß,

    Wirbel

  3. Moin Männer,
    auch ich wünsche Frau Freye gute Besserung und eine schnelle Genesung!

    Jetzt zum Sport:
    Wenn ich könnte, dann würde ich die erste Halbzeit gerne ausradieren.
    Es kommen einige Sachen zusammen, die man als Ursache benennen könnte.
    Aber wir wollen mal nicht in Einzelheiten bohren. Unser Hauptproblem, meiner Meinung nach, ist, dass zuviele Spieler das Spiel leiten wollen, es aber nich können. Und da bin ich sicher auch ganz oben in der Liste. Uns fehlt ein wenig der Leitwolf! Einer auf den gehört wird, wenn er was sagt. Einer dem auch nich, sogar noch im Spiel, widersprochen wird.

    Ich finde, dass die einzigen die den Mund aufmachen sollten, sind Wirbel als Kapitän, auch wenn er nicht immer der Typ dafür ist, und Olli als Libero. Der Rest hat die „Fresse“ zu halten.(Entschuldigt den niedrigen Ausdruck. 🙂 )

    In der 2.Hälfte ging es ja schon besser. Hätte mich gefreut, wenn wir die Führung gehalten hätten, aber das Ding holen wir uns wieder. Ich hoffe, dass der „Bomber“ alias Kalle bald wieder an Bord ist. Man Kalle deine Tore fehlen!!!

    Also Kameraden, toller Fight zum Ende. Mit der Einstellung von Anfang an bei den Tauchern und wir gehen dort nicht baden.

    In diesem Sinne „Sport frei“ bis Do!!!
    Mfg der Fünfer!!!

  4. tach männer,

    schade schade, da habt ihr euch schön zurückgekämpft und das spiel gedreht, steht am ende aber doch „nur“ mit einem punkt da.
    aber gut noch haben wir alles in der hand!!!
    am samstag dann gegn friedland endlich den 1.sieg im jahr 2010 einfahren und dann kommt das alles schon ins rollen.

    p.s wenn ihr samstag unterstützung braucht, steh ich euch trotzallem zur verfügung!
    ! müssn das nur mit uwe klären !

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